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Bütow

Die Gemeinde Bütow liegt im südwestlichen Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte,  östlich der Eldequelle in einem hügeligen Gebiet, das maximal 101 m ü. NN erreicht. Sie umfasst die Ortsteile Bütow, Dambeck, Erlenkamp und die Wohnsiedlung Karchow. Zur Gemeinde gehören der 54 Hektar große Dambecker See und die deutlich kleineren Gewässer, der Karchower See und der Wackstower See. Geografisch befindet man sich hier – zwischen Müritz und Plauer See – in einer abwechslungsreichen Landschaft.

Umgeben wird Bütow von den Nachbargemeinden Leizen im Norden, Röbel/Müritz im Nordosten, Bollewick im Osten, Eldetal im Süden sowie Fincken im Westen. 

Die Stadt Röbel ist etwa sechs Kilometer entfernt.

Die Güter Bütow und Dambeck wurden vor 1990 als „Volkseigene Güter“ bewirtschaftet. Im Gut Bütow hatte Kartoffelzüchtung mit einer Saatguterhaltungsstation eine lange Tradition, die auch heute noch fortgesetzt wird.

Im Jahr 2022 lebten 479 Einwohner in der Gemeinde. Haupterwerbszweig war bislang immer die Landwirtschaft. Seit 1991 siedelten sich in der Gemeinde einige Handwerksbetriebe an. In unmittelbarer Nähe der Autobahn A19 entstand in den Jahren 1999-2001 ein Windpark mit 32 Windkraftanlagen vom Typ: DeWind D4-48 0,6 MW. 

2016 wurde der Windpark mit 11 weiteren Windkraftanlagen Typ: 2 Enercon E-101 6MW erweitert.

Im Jahr 2023 feierte Bütow sein 750-jähriges Bestehen.

Das Wahrzeichen Bütows ist der schon aus der Ferne sichtbare Getreidespeicher, die „Mühle“ genannt. 1920 ließ der damalige Gutsbesitzer Wilhelm Petersen ein großes Mühlengebäude mit Brotfabrik bauen. Im Jahre 1924 errichtete die Mühlenbauanstalt Amme, Giesecke & Konegen eine Roggenmühle mit 15.000 kg Jahresleistung sowie eine Bodenspeicher-einrichtung. Die Brot- und Gebäckfabrik lieferte per Bahnanschluss sogar bis nach Berlin – konnte allerdings nur etwa zehn Jahre mit den Berliner Bäckern konkurrieren. Bütow ist ein typisches Gutsdorf: ehemalige Landarbeiterkaten längs der Dorfstraße wurde in den letzten Jahren zu schönen Wohnungen ausgebaut. Der Gutshof mit Herrenhaus und großen Stallungen befindet sich etwas abseits der Dorfmitte. Von hier aus entwickelte sich der Reitsport zu DDR-Zeiten, welcher heute leider keine Bedeutung mehr hat. Die Kirche Bütow, errichtet im Fachwerkstil und aus Feldsteingemäuer, ist ein kulturhistorisches Kleinod. Ihre Wurzeln reichen zurück bis in das 13. Jahrhundert, aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt der Westturm der Kirche. Mühevoll wird seit Jahren ihre Renovierung in kleinen Schritten vorgenommen.